BILLA: Ignoranz des Managements gegenüber den Schutzbestimmungen

Mit welcher Ignoranz das Management der BILLA AG (REWE-Gruppe) den Arbeitnehmerschutz und den der eigenen Kunden behandelt, beweisen die Fakten zu den aufgedeckten Gesetzesbrüchen hinsichtlich der Beschaffenheit der NOTAUSGÄNGE und FLUCHTWEGE, die DER GLÖCKEL bei BILLA zur Exklusivreportage aufdeckte und 9 Tage nach Verständigung an den Konzern neuerlich überprüfte.

Am Donnerstag, den 26.3.09, wurde die Konzernsprecherin, Frau Mag. Corinna TINKLER, per e-Mail mit der Sachverhaltsdarstellung und den Fragen seitens der Redaktion konfrontiert. Diese e-Mai wurde im CC-Modus (Kopie) ebenso an die Mitarbeiterinnen der Stelle für Öffentlichkeitsarbeit, die Damen Karin NAKHAI und Nicole SONNTAG, geschickt. Postwendend kam eine automatisierte Antwort von SONNTAG, die eine Abwesenheitsnotiz beinhaltete. In dringenden Fällen sollte Karin NAKHAI oder Sabine HORVATH kontaktiert werden. Die e-Mail-Adressen der Damen waren in der Antwort angeführt.

rewe groupFaksimile der Server-Benachrichtigung über den fehlgeschlagenen Zustellversuch

Parallel teilte der Server der REWE Group Austria mit, dass die Zustellung der Presseanfrage an TINKLER und NAKHEI jedoch NICHT möglich war! Die Erfüllung des schier Unglaublichen erfolgte dann nach Absendung der Sachverhaltsdarstellung an HORVATH: Auch hier übermittelte der Server des Multikonzerns die Nachricht, daß die e-Mail-Zustellung an HORVATH nicht möglich sei.

REWE-GruppeFaksimile der Server-Benachrichtigung über den fehlgeschlagenen Zustellversuch

In Anbetracht dessen, daß unser Presseanfrage eine Frist zur Beantwortung beinhaltete, folgte der Griff zum Telefon, es folgte der Kontakt mit der Serviceline von BILLA. Man teilte der Redaktion eine Faxnummer mit, an die die Anfrage sofort im Anschluß geschickt wurde. Und weil das Thema um NOTAUSGÄNGE und FLUCHTWEGE hoch brisant ist, schickte DER GLÖCKEL die Sachverhaltsdarstellung auch an den Mutterkonzern (nämlich an die Pressestelle der REWE Group in Deutschland) unter der explizit ausgewiesen Nichterreichbarkeit sämtlicher Angehörigen der Pressestelle in Österreich, und mit dem Ersuchen, doch dafür Sorge zu tragen, dass eine zuständige Person sich um die Angelegenheit kümmern möge.

Insgesamt wurden somit am Donnerstag an vier Mitarbeiter der Stelle für Pressearbeit der BILLA AG Sachverhaltsdarstellungen gerichtet, die alle nicht erreichbar waren, von denen aber zwei seitens BILLA als „Ausweichansprechpartner“ angegeben worden waren, und zusätzlich an die REWE Group Deutschland.

BILLA verstellter FluchtwegLokalaugenschein in BILLA Nr. 3 am 25.3.

Lokalaugenschein in der gleichen BILLA-Filiale am 3.4. AbendsLokalaugenschein am 3.4. zeigt einen unveränderten, rechtswidrigen Zustand nach der Arbeitsstättenverordnung

Selbst am Freitag, den 27.3.09 wurde an Frau TINKLER nochmals die Presseanfrage gerichtet und deren Erhalt mit 10:00 Uhr bestätigt. Dennoch haben wir am 8. Tag in einer bereits im Zuge der Recherchen begutachteten Filiale des BILLA die Feststellung machen können, daß der gesetzwidrige Zustand des NOTAUSGANGES und FLUCHTWEGES noch immer nicht behoben wurde. In einem Gespräch, diesmal unter der Ausweisung eines Medienvertreters, teilte die stellvertretende Marktleiterin (Name der Redaktion bekannt) mit, daß sie weder eine Information in den vergangenen Tagen seitens der BILLA-Zentrale wegen der Beschaffenheit der Notausgänge erhielt, noch das sie in Kenntnis darüber wäre, daß vor dem Notausgang keine Ware und Werbeständer, noch leicht umstoßbare Ware neben der Notausgangstüre sein dürfe.

Sicherheitsverstoß in BILLA Filiale Nr. 5Sicherheitsverstoß in BILLA Filiale Nr. 5

Ein Transportwagen von MERKUR abgestellt vor dem NOTAUSGANGEin Transportwagen von MERKUR abgestellt vor dem NOTAUSGANG

Kundeneinkaufswagen vom MERKUR-Markt

Zum Vergleich – die Einkaufswagen für Kunden

Eine weitere, somit 5. BILLA-Filiale wurde am 4.4.09, Tag 9 nach der Verständigung der Konzernleitung, aufgesucht in der „nur“ ein mannshoher Werbeständer vor dem Notausgang stand. Ein Blick in einen ebenfalls zur REWE Group Austria gehörenden MERKUR, auch am 4.4.09 gibt unwiderlegbares Zeugnis dafür, daß das Zentral-Arbeitsinspektorat dringenden Handlungsbedarf hat. Ja, es ist verdammt hart, der Beste zu sein … (Slogan von MERKUR)

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