So rechtfertigt sich McDonald´s für 7 Eiswürfel bei Kälte im Cola

McDonald´s ist bekanntlich ein Konzern mit einer global einheitlichen und strengen Geschäftsphilosophie, -führung und Struktur. Alles in gleicher Aufmachung, Verpackung, Geschmack etc. Wir besuchten am 10. Februar 2012 gegen 19 Uhr eine Filiale in einem Einkaufszentrum und orderten unter anderem einen Becher mit Coca Cola mit einem Fassungsvolumen 0,25l zu einem Preis von 1.- €. Am Tisch angekommen, stellten wir zu unserer Überraschung fest, daß selbst die kleinste Verpackungseinheit der Limonade mit sage und schreibe 7 Eiswürfeln versehen, bzw. gestreckt war. Angesichts der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Außentemperaturen von etwa minus 13° Celsius und der ebenso nicht gerade glühenden Temperatur in dem Einkaufszentrum eine weitere Kühlung, die absolut nicht angebracht und notwendig erscheint ja, gar nicht erwünscht ist.

So macht McDonald´s auch im Winter guten Profit mit Unmengen von Eiswürfeln | Foto: DerGloeckel.euSo macht McDonald´s auch im Winter guten Profit mit Unmengen von Eiswürfeln

Daß der Konzern sich mit der Beigabe des gefrorenen Wassers das wesentlich teurere Cola erspart sollte kritischen Konsumenten bekannt sein, aber die Eiswürfel auch im Winter, noch dazu in diesem Ausmaß beizugeben, ist schon mehr sehr ärgerlich.

Man bedenke, bei McDonald´s geht es nicht um ein paar wenige Portionen, sondern Hunderte und das im Stundentakt. Da kommt schon eine ganze Menge an Limonade zusammen, was durch die Beigabe der Eiswürfel an Profit für den Konzernmulti abfällt. Wasser bekanntlich um einiges billiger als der Limonaden-Sirup. Als dann ein McDonald´s-Mitarbeiter (Name der Redaktion bekannt) an den Tisch kommt um den Burger zu bringen, der erst gemacht werden mußte, da er bei der Bestellung aus war, fragten wir ihn warum McDonald´s bei derartigen winterlichen Temperaturen dennoch Eiswürfel hinzugibt und dann auch noch 7 Stück in den eh schon so kleinen Becher. Die Antwort des McDonald´s-Mannes, einfach und simpel: „Es ist eine Order von der Coca Cola Company„.

Wir fragen uns jetzt ob möglicherweise tatsächlich McDonald´s seinen Mitarbeitern derartiges auftischt, denn glaubhaft erscheint uns das keineswegs; was hätte der Coca Cola Konzern davon, es wird ja durch die Beigabe der Eiswürfel nicht mehr Limonade verkauft, da die im Becher enthaltene Menge genau 0,25 l beträgt. Aber sicherlich ist es einfacher den eigenen Mitarbeitern ggf. solche Rechtfertigungen in den Mund zu legen als zu sagen: Wir geben viele Eiswürfel in die Limonade damit wir noch mehr Profit machen!

Wir raten bei Ihrem nächsten Besuch bei der Bestellung einer Limonade anzumerken, daß Sie kein Eis wollen und dann den McDonald´s-Personal bei der Getränkeabfüllung auf die Finger zu schauen. Dann werden Sie beobachten können, daß nach der automatischen Dosierung der/die MitarbeiterIn nochmals auf den Abfüllknopf drückt um nachzudosieren. Genau diese Menge die dann in Ihren Becher rinnt, entspricht derjenigen die sich McDonald´s ersparen würde, wenn Sie nicht so lästig wären und auf die Eiswürfel verzichten würden.

Reaktionen:

Als durchaus bemerkenswert erachten wir folgendes Posting bei Facebook zu dieser Reportage eines McDonald´s-Mitarbeiters aus Ingolstadt:

Der Beitrag ist völliger Schwachsinn. Der Becher wird ohne Eiswürfel bis zur markierten Mengenangabe gefüllt. Mit Eiswürfel ist der Becher randvoll.

Reaktion eines McDonald´s-Mitarbeiters aus Deutschland

Etwas am Thema vorbei; erinnert uns ein wenig an ein Ereignis gleichgelagerter Art bei dem ein Beschäftigter seinen kritisierten Arbeitgeber mit Unsachlichkeit und falschen Angaben verteidigen wollte – ja in Facebook wird genauso, wie überall im Web manipuliert.

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